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Sep 16 2016

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Packung statt Packing – der FCL unterliegt in St. Gallen

Überwältigt von der St. Gallener Gastfreundschaft blieb dem FC Landtag NRW gar nichts anderes übrig, als im Match gegen die Auswahl der ostschweizerischen Stadt Demut walten zu lassen. Vor dem Fußballbericht deshalb stichwortartig einige Impressionen von der unglaublichen Herzlichkeit, die die Delegation des FC Landtag NRW in St. Gallen erleben durfte: Transfer vom und zum Flughafen Zürich, Abendessen in der Waldschänke oberhalb des neuen Kurhotels Oberwaid, in dem die Delegation des FCL hervorragend untergebracht war, Information über St. Gallen während der Führung durch die so unglaublich saubere Stadt mit ihren so unterschiedlichen Erkern, die vom Reichtum der Stadt und vielen ihrer Bürger zeugen, beeindruckende, exklusive Informationen über das Kloster sowie die barocke Stiftskirche mit optischen und akustischen Eindrücken z.B. von dem gewaltigen mechanischen Uhrwerk und der Sakristei mit ihrem Kirchenschatz, Empfang auf der Rathausterrasse, Fahrt mit dem 1954er Modell des Postbusses zum leider in Wolken gehüllten Säntis, stattdessen mit der Seilbahn auf den 1663 Meter hohen Kronberg mit einer wunderbaren Aussicht auf das Appenzeller Land und dessen zahlreiche verstreute Weiler sowie auf  Almen von einem satten Grün, Unterrichtung über die urdemokratischen Abstimmungen in Appenzell  Innerrhoden, Abendessen im  Appenzeller Berggasthaus Aescher-Wildkirchli, nach dem Fußballspiel Bratwurst, Bürli, Bier und für den Abend eine weitere Einladung im Restaurant Vorstadtbeiz. Es muss hier nicht besonders hervorgehoben werden, wie durstig die Männer des FC Landtag NRW sind. Ein herzliches Dankeschön für diese vier Tage währende Gastfreundschaft, die ihresgleichen so schnell nicht wieder finden wird. Die Delegation des FC Landtag NRW hat das genossen; die Tage in St. Gallen bleiben unvergesslich, vor allem auch die guten Gespräche mit ausgesprochen sympathischen Menschen. Stellvertretend sei Heini, Stefan und Urs gedankt.

Aber nun zum Fußball-Match oder zum Tschutten, wie der Schweizer sagt:  Die beiden Mannschaften liefen zur unchristlichen Zeit um 9.30 Uhr auf den gepflegten Rasen eines Nebenplatzes vom St. Gallener Stadion auf. Es begann verheißungsvoll für den FCL. Die Abwehr stand sicher, das Mittelfeld ließ spielerischen Glanz aufblitzen, die Offensive demonstrierte ihre Gefährlichkeit. Das lag vor allem auch an den Schweizer Leihgaben, die das Team des FCL wirkungsvoll verstärkten. Heini im FCL-Kasten strahlte Sicherheit aus. Sein katzenartiger Reflex, mit dem er einen scharf geschossenen Ball effektvoll aus dem unteren Toreck  holte, wird für immer im Fußballgedächtnis bewahrt werden. Stefan musste seine dynamischen Vorstöße über den halben Platz ab und zu unterbrechen, um erste Hilfe bei den verletzungsbedingt ausgeschiedenen FCL-Spielern zu leisten. Zunächst erwischte es nach wenigen Minuten Spielzeit den quirligen Burgenländer Werner, von dem sich die Defensive des FCL so manche Entlastung versprochen hatte. Mitte der ersten Halbzeit humpelte Dirk vom Platz, der bis dahin die rechte Abwehrseite des FCL stabilisiert hatte. Und schließlich schied in der zweiten Halbzeit auch noch Serdan aus, der bis dahin erfolgreich die Staubsaugerfunktion vor der FCL-Abwehr übernommen hatte. Die erste Halbzeit aber schlug sich der FCL wider Erwarten gut und  ging sogar in Führung. Uwe, der zusammen mit dem Schweizer Daniel läuferisch und technisch eindrucksvoll im Mittelfeld dominierte, durchschnitt mit einem herrlichen Pass die St. Gallener Abwehr und schickte Johannes auf die Reise. Dieser ließ mit einem fulminanten Schuss unter die Aluminiumstange dem gegnerischen Keeper keine Chance. Der Ausgleichstreffer war unglücklich. Die Kugel war eigentlich schon geklärt, sprang jedoch dem St. Gallener Angreifer vor das Bein und kullerte in die lange Ecke des FCL-Tores. Mit dem Pausenpfiff dann auch noch ein Elfmeter für das Schweizer Team, der sicher verwandelt wurde. In der zweiten Halbzeit ging dem FCL nach und nach die Puste aus. Die Abwehr mit Bernd, Hans und Wolfgang wurde löchriger, was die St. Gallener erbarmungslos ausnutzten. Das 1-3 und das 1-4 – ein doppelt abgefälschter Schuss – fielen kurz hintereinander. Eigene Chancen hingegen konnte der FCL nicht mehr verwerten, obwohl sich die Sturmspitzen mit den Altinternationalen Willi und Walter sowie dem Schweizer Christian auf dem linken Flügel redlich mühten.  Schließlich musste der FCL gar noch den 5. Treffer hinnehmen. Eine deutliche Packung, die aber nicht schmerzte, bei all den wunderbaren Dingen, die die FCL-Delegation vom 8. bis 11. September 2016 in St. Gallen erleben durfte.

Wir wurden äußerst freundlich und mit so einer aufrichtigen Herzlichkeit empfangen, als wären wir Töchter und Söhne des Hauses.

Bericht: HZ

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