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Mai 13 2015

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St. Gallen besiegt FCL beim Tschutten*

Fünf Mal konnte der Reporter den Torjubel anstimmen während der internationalen Begegnung zwischen dem FC Landtag NRW und dem Team des Stadtparlaments von St. Gallen. Schauplatz dieses spannenden Matches war das ehrwürdige Paul-Janes-Stadion in Düsseldorf-Flingern. In dem gut gefüllten Rund fielen vor allem die fanatischen Schlachtenbummlerinnen und –bummler aus der Schweiz auf, die ihre Mannschaft lautstark immer wieder mit „Hopp Schwyz“ nach vorne peitschten. Und tatsächlich erwischte das Team aus St. Gallen den besseren Start: Ein langer Ball auf den rechten Flügel, eine spurtstarke Einlage des eidgenössischen Mittelstürmers sowie ein gekonnter Heber über FCL-Keeper Rene Markgraf besiegelten die Führung für St. Gallen. Bald darauf fiel sogar das 2 – 0. In dieser Phase des Spiels sah der FCL wie der sichere Verlierer aus.
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Doch die Mannschaft fing sich überraschend schnell, schüttelte sich und fand, angetrieben von den technisch wie läuferisch herausragenden Marc Sesterhenn und Stojan Petrov, zu ansehnlichen Offensivaktionen. Jetzt hatte der FCL das Heft in der Hand, und sehr schnell geriet nun das Tor der St. Gallener in Gefahr. Dort aber stand ein sehr sicherer Torwart zwischen den Pfosten, der nun ein ums andere Mal Paradebeispiele seiner Klasse abliefern konnte. Endlich, kurz vor dem Pausenpfiff, war auch er geschlagen. Marc Sesterhenn bugsierte aus kurzer Distanz die Kugel ins gegnerische Netz. In der 2. Halbzeit wurde der FCL noch stärker und drängte mit Walter Kern, Willi Nowack und Mehrdad Mostofizadeh vehement auf den Ausgleich. Stattdessen jedoch fing er sich einen klassischen Konter ein. Das 1 – 3 war fast eine Kopie des ersten Tores. Der Rückstand aber ließ die Kämpferherzen im grün-weiß-roten Dress erst recht höher schlagen. Jetzt wurde die Mehrzahl der Zweikämpfe gewonnen. Jetzt stand auch die Abwehr sicher mit Jörg Krause, Dirk Schüttrumpf und dem dynamischen Johannes Körner. Nils Jax, Stephan Terhorst und Kadir steigerten sich, legten noch einen Zahn zu und schickten immer wieder vor allem Finn Schüttrumpf auf die Reise. Noch aber hielt die Abwehr von St. Gallen. Geschickt zogen sich die Schweizer zurück, bauten ihren sprichwörtlichen Riegel auf, machten so die Räume eng und konnten sich nach wie vor auf ihren Keeper verlassen. Schließlich aber war der Riegel geknackt: Uwe Vadaxis hob in nahezu artistischer Manier die Kirsche über den Schweizer Torhüter zum Anschlusstreffer ins kurze Eck. In den Schlussminuten zog der FCL ein regelrechtes Powerplay auf, der Ausgleich oder sogar der Sieg sollten her. Das aber misslang; das Team St. Gallen ließ keinen weiteren Treffer mehr zu. Die Männer in den roten Leiberln nutzten ihre Einschussmöglichkeiten konsequenter und trugen so, auch durch ihr geschlossenes Auftreten, den Sieg in einem Spiel auf hohem Niveau davon.

Das wurde nach dem Spiel während des geselligen Beisammenseins auf der Terrasse der Fortuna-Gaststätte diskutiert. Neben Fußball waren auch Düsseldorf und Politik die Themen, vor allem aber auch die Einladung zu einem Gegenbesuch nach St. Gallen, die mit rauschendem Beifall aufgenommen wurde.

 

*) Tschutten – Schweizer Wort für Fußball spielen

 

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