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Sep 08 2014

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FCL gegen Medebach: Ein Ohr netzt ein

Zwei unglückliche Tore besiegelten die Niederlage des FC Landtag NRW gegen das Team Medebach in Düsseldorf. Das 0-1 ging auf das Konto des rechten Ohres von Hans. Ein wuchtiger Volleyschuss, aus kurzer Entfernung abgefeuert, knallte gegen das Queralu, von dort gegen das erwähnte Körperteil, das unhaltbar einnetzte. Dem 0-2 kurz vor dem Abpfiff ging ein wahres Flipper-Hin-und-Her im Strafraum des FCL voraus, bis die Kugel sechs Meter vor dem Tor einem Medebacher Stürmer schussgerecht vor die Füße fiel. Volker im Kasten des FCL, der mit spektakulären Paraden erneut sein großes Können unter Beweis stellen konnte, hatte da keine Chance.
Keine Chance, so schien es vor der Partie, würde der FCL gegen das junge Team Medebach haben. Insider, die die Kräfteverhältnisse taxierten, sagten eine 0-7-Niederlage voraus. Dazu kam es nicht. Der FCL bewies Charakter unter der souveränen Leitung von Interims-Coach Bernhard, der dem Team kein enges taktisches Korsett überstreifte, sondern das Spielsystem akkurat auf das vorhandene Spielerpersonal zuschnitt. Der FCL wehrte sich, biss sich mit Jörg, Jürgen, Jens und Johannes in das Spiel hinein, inszenierte vor allem mit dem torgefährlichen Marc, aber auch mit Willi, Manfred, Lukas, JeanLuc und Koufi sehenswerte Kombinationen, zeigte sich in weiten Phasen der Begegnung als gleichwertig, auch wenn insgesamt die Medebacher mehr Spielanteile hatten und es einige Male lichterloh im FCL-Strafraum brannte. Höchste Gefahr aber gab es auch vor dem Medebacher Tor. Gleich zwei Mal musste hier die Alulatte retten. Auch hier verhinderte auf der Torlinie nur der aufopferungsvolle Einsatz eines Abwehrspielers das Tor, das dem Spiel vielleicht doch noch eine Wende gegeben hätte. Der Ausgleichs- oder auch der Anschlusstreffer hätte dem FCL NRW einen enormen Motivationsimpuls verschafft. Die Mannschaft ist bekannt dafür, dass sie in solchen Situationen in der Lage ist, nochmals alle Kräfte zu mobilisieren. Da das Tor nicht gelang, blieb es beim 0-2 – eine Niederlage, die dennoch Mut macht für die kommenden Aufgaben. Ein Hoch auf FCL-Präsident Günter Langen, der das Spiel arrangiert hatte, als Medebacher zwar während des Matches auf der Bank derselben Platz nahm, aber mit dem Herzen bei seinem FCL war. Klar.

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