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Mai 09 2009

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FC Landtag: Gut gespielt, aber knapp verloren.

Immer wenn die SG Büdingen in Düsseldorf auf den FC Landtag NRW trifft, ist ein Spiel auf hohem fußballerischem Niveau zu sehen. Der FCL war mehr in Ballbesitz – die Statistik weist ein Verhältnis von 51,9 zu 48,1 Prozent zugunsten der Parlamentsmannschaft auf -, biss sich jedoch mit Werner Mayer, Willi Nowack, Stojan Petrov und Jens Harmeier die Zähne an dem konsequenten oberhessischen Bollwerk aus. Da nutzte es auch nichts, dass der FCL über die gesamte Spielzeit gesehen ein Plus an Chancen hatte, die Büdinger dagegen zogen das überlegtere, Kräfte schonende Spiel auf, das Spiel eines eingespielten, routinierten Teams. Beide Mannschaften geizten nicht mit schönen Kombinationen, mit spektakulären Einzelleistungen, mit Technik, Kampf und satten Torschüssen. Daraus resultierten zahlreiche packende Torraumszenen, die wiederum den Keepern Gelegenheit gaben, sich auszuzeichnen. Den Zuschauern gefiel’s, sie kamen auf ihre Kosten.

Der FCL war, vor allem in der Anfangsphase, zu offen. Die Euphorie, auf dem Grün des Paul-Janes-Stadions Fußball spielen zu dürfen – es war erst das zweite Match der Saison – ließ sich nicht in ein taktisches Korsett pressen. So war es jedoch nicht verwunderlich, dass das Parlamentsteam schnell in Rückstand geriet. Es war ein exakter Angriff über den linken Flügel, abgeschlossen von Stavros Toulikas, dessen feinfühlig gezirkelter Schuss sich in die lange Ecke des von Rene Markgraf gehüteten FCL-Tores senkte. Danach stand immer öfter der Büdinger Torwart Achim Schwerm im Brennpunkt des Geschehens. Etliche Angriffe mit hochkarätigen Torchancen machte er zunichte und zeigte sich vor allem bei hohen Flanken als Meister seines Fachs. Das Spiel blieb abwechslungsreich: Die SG Büdingen mit ihrer weit über die Grenzen der Wetterau gerühmten Raute Bühler, Köhler, Gerhardt und Kaufmann war weiter brandgefährlich, wobei Spielführer Dieter Zimpel gekonnt den Takt vorgab.

Nach der Pause wollte der FCL mit Macht das Spiel drehen, auch die Abwehr hatte jetzt mit dem robusten Sören Link, mit Dirk Schüttrumpf und Jupp Föhles mehr Stabilität als im ersten Abschnitt. Angetrieben von Wolfgang Euteneuer, Martin Neumann und Norbert Stiens legte die Mannschaft noch einen Zahn zu und startete Angriff auf Angriff. Selbst der Innenpfosten aber hatte sich gegen das Team verschworen und bewahrte die Oberhessen vor dem Ausgleich. Kaltschnäuzig nutze dann der wieselflinke Katsche Marek eine Lücke in der FCL-Defensive. Gegen seinen harten und platzierten Schuss aus 14 Metern war kein Kraut gewachsen.

Die Mannen des Landtags nahmen nun nochmals ihre Kämpferherzen in ihre Hände, gaben nicht auf und kamen schließlich durch Stojan Petrov zum verdienten Anschlusstreffer. Der Ausgleich aber glückte trotz allen Bemühens nicht mehr. Die SG Büdingen 05 war die glücklichere Mannschaft und siegte mit 2 – 1.

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