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Jun 09 2009

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Air Berlin überfliegt FCL

Gegen Ende der Begegnung drehte der FC Landtag NRW noch einmal mächtig auf. Die Erinnerung an frühere Aufeinandertreffen mit dem Team von air berlin, bei denen die Aufholjagd gelungen war, spornte die Männer um Präsident Günter Langen an. Vor allem der youngste Youngster der FCL-Geschichte Max Wittke sorgte für neuen Schwung und lehrte die Abwehr von air berlin das Fürchten durch seine finessenreichen Dribblings. Aber alle Anstrengung nutzte nichts: Die Partie gegen die Mannschaft von air berlin ging 2-4 verloren. Das Match, Berlin-2009_Mannschaftsfotobei idealen Bedingungen auf einem Nebenplatz des Berliner Olympiastadions ausgetragen, machte trotzdem Appetit auf das folgende Pokal-Finale zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen. Air berlin legte gleich los wie die Feuerwehr, einige Scharfschüsse rauschten nur knapp über das von Carsten Herlitz souverän gehütete Tor des FCL. Die deutlich über dreihundert Jahre alte FCL-Abwehr mit Wolfgang Euteneuer, , Jörg Krause, Dirk Schüttrumpf, Hans Zinnkann, Werner Sesterhenn und Jupp Föhles, wobei die beiden Letztgenannten sich durch unbändigen Einsatz auszeichneten, geriet doch einige Male ins Schwimmen. So verwunderte es nicht, dass air berlin sehr bald in Führung ging. Das Tor wäre durch entschlosseneres Eingreifen zu verhindern gewesen, aber noch waren die Jungs nach dem Flug von Düsseldorf nach Berlin nicht so richtig wach. FCL-Debütant Jan Vieweger war es, der das Heft nun in die Hand nahm und das Team mitriss durch aufsehenerregenden Einsatz. Oft holte er sich das Leder aus der eigenen Hälfte und startete seine schwungvollen Attacken, unterstützt von Ibi Filinte, Norbert Stiens und Stojan Petrov. Es kam nun auch im Strafraum von air berlin zu tumultartigen Zusammenballungen, mitten im Berlin-2009_wimpelGewühl immer wieder die FCL-Sturmspitzen Willi Nowack und Werner Mayer. Letzterer stand dann nach einer scharf herein gezogenen Flanke dort, wo ein Torjäger stehen muss, und bugsierte das Runde zum 1-1 in das Eckige. Das Spiel war nun ausgeglichen, umso ärgerlicher für den FCL, dass er noch vor dem Pausenpfiff wieder in Rückstand geriet. Das Tor war fast eine Kopie des ersten Gegentreffers. Auch nach der Pause hatte der FCL große Chancen zum Ausgleich, scheiterte jedoch immer wieder an dem großartig parierenden Keeper von air berlin, und was der nicht hielt, ging auf unglückliche Weise am Kasten vorbei. Gegen Mitte der zweiten Halbzeit hatte der FCL eine Schwächephase, die von air berlin kaltblütig genutzt wurde. Zwei Treffer binnen weniger Minuten und der FCL lag mit 1-4 zurück. Nochmals mobilisierte die Mannschaft ihre Kräfte, die eingewechselten Jens Petersen und Oliver Wittke versuchten alles. Stojan Petrov schloss dann einen schönen Angriff mit einem kraftvollen Schuss in die lange Ecke ab. Ergebniskorrektur und Fazit: Auch wenn der FCL sich gemessen am Ergebnis gegen eine im Schnitt zwanzig Jahre jüngere gegnerische Mannschaft alles in allem achtbar aus der Affäre gezogen hat, bleibt
doch die Feststellung, dass das Parlamentsteam sein Potenzial an Leistungsvermögen nicht ausgeschöpft hat. Es war mehr drin.

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